Diskussion der Ergebnisse mit Meteorologen

Letztes Wochenende fand ich endlich mal wieder Zeit, am schriftlichen Teil meiner Arbeit weiterzuarbeiten.

Bereits vergangenen Donnerstag war ich erneut bei der ETH zu Besuch, wo mir die Gelegenheit geboten wurde, die Messresultate des Fluges mit einem Meteorologen zu besprechen. Dank der Datenbank der ETH konnten die Resultate auch mit den Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage EZMW (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts, ECMWF) verglichen werden. Hierbei tauchten nach einigem Strecken und Drehen der Graphen doch deutliche Ähnlichkeiten hervor. Der Meteorologe sowie der Klimatologe, welche mich bereits früher unterstützend begleitete, waren überrascht, wie hoch die Tropopause, also die Grenze zwischen der Tropo- und der Stratosphäre, an diesem Tag lag. Die Höhe wurde von ihnen auf etwa 12 Kilometer erwartet, tatsächlich betrug sie knapp 13.5 Kilometer (Je weiter man vom Äquator entfernt ist, desto tiefer ist die Tropopause. Am Äquator liegt sie in etwa 16 – 18 Kilometer, an den Polen in 6 – 9 Kilometer Höhe.).

Neben der Fortsetzung der Schreibarbeit begann ich vergangenes Wochenende, die Fotos genauer anzuschauen und ausserordentlich schöne auszusuchen. Diese werden später auf die Poster und in die Fotobücher, welche mir gesponsert werden, gedruckt.

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Schriftliche Arbeit

Letzte Woche habe ich mich endlich mal um den schriftlichen Teil meiner Arbeit gekümmert.
Bereits habe ich einen guten Teil geschafft, doch dieser wird noch mehrmals überarbeitet werden. Es fehlt jedoch noch der Teil der Diskussion, doch diesen möchte ich erst nach dem Gespräch mit den ETH-Meteorologen, welches in nächster Zeit stattfinden wird, schreiben.

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Sprung aus über 36 Kilometern

Heute startet der Österreicher Felix Baumgartner seinen zweiten Versuch, um mit einem Ballon bis auf eine Höhe von über 36 Kilometer zu steigen und von dort mit einem Fallschirm auf die Erde zurückzuspringen. Geplant wäre der Start um 14:00 mitteleuropäischer Sommerzeit gewesen, doch aufgrund des Windes ist der Start aktuell auf 18:00 verschoben worden. Dies ist sehr ähnlich wie bei meinem Projekt, als der Start aufgrund des Wetters und des Morgennebels um gute 2 Stunden verschoben werden musste. Zudem werden Funkprobleme befürchtet, wie bei meinem Projekt, als ich beim Fall der Box das Signal der Meteosonde verlor.
Ich wünsche ihm jedoch viel Glück für dieses Experiment!
Der Flug kann live auf der Webseite von Red Bull Stratos verfolgt werden.

Update 17:31: Der Ballon ist gestartet!
Update 19:16: Der Ballon hat 30’071 Meter erreicht. In dieser Höhe ist mein Ballon am 7. September geplatzt.
Update 20:08: Felix Baumgartner springt aus 39’044 Metern.
Update 20:17: Er ist gelandet, nachdem er in nur 9 Minuten über 37 Kilometer gefallen ist.
Update 20:18: Das Team ist bereits mit dem Hubschrauber bei ihm gelandet. Irgendwie haben die ihn schneller gefunden als ich meine Box.

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Einige Flugdaten

Natürlich möchte ich die gesammelten Daten nicht vorenthalten. Doch die ganzen 7’619 Zeilen des Excel-Dokuments hochzuladen, wäre doch etwas übertrieben. Daher habe ich hier einige Daten zusammengestellt.

  • Zeit:
    • Flugdauer: 2:56:22
      • Davon Steigdauer: 2:37:46
      • Davon Falldauer: 0:18:36
  • Höhe:
    • Maximal erreichte Höhe: 30’071.9 m ü. M.
    • Starthöhe: 513.3 m ü. M.
    • Landehöhe: 1’405.7 m ü. M.
  • Temperatur:
    • Temperatur beim Start: 18.05°C
    • Temperatur beim Platzen: -43.18°C
    • Kälteste Temperatur (13416.0 m ü. M.): -67.76°C
  • Steigrate:
    • Durchschnittliche Steigrate: 3.12 m/s; 11.24 km/h
    • Maximale Steigrate: 6.64 m/s; 23.20 km/h
    • Durchschnittliche Fallgeschwindigkeit: 25.69 m/s; 92.47 km/h
    • Maximale Fallgeschwindigkeit: 62.98 m/s; 226.72 km/h
  • Horizontale Geschwindigkeit:
    • Durchschnittliche horizontale Geschwindigkeit (bis zum Platzen): 4.36 m/s; 15.69 km/h
    • Maximale horizontale Geschwindigkeit (bis zum Platzen): 15.39 m/s; 55.41 km/h
  • Fotos:
    • Totale Anzahl Aufnahmen: 13’641
      • Davon während dem Flug: 10’596
        • Fotos zur Seite: 5’292
        • Fotos nach unten: 3’502
        • Fotos von der Box: 1’802
    • Totale Datenmenge: 60.6 GB
  • Distanz zwischen dem Start-und dem Landeort: 46.9 km
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Der Fall

Nach gut 2.5 Stunden erreichte der Ballon eine Höhe von 30071.9 Meter, wo er platzte. Nach nicht einmal 20 Minuten Fall landete der Ballon in einem Baum zwischen der Linthebene und dem Toggenburg.

27384.7 m ü. M., -44.30°C: Sicht in Richtung Graubünden, Krümmung durch Weitwinkelobjektiv

24782.4 m ü. M., Temperatur nicht übermittelt: Blick den Alpen entlang, „Erdkrümmung“ wieder durch Weitwinkelobjektiv

23159.6 m ü. M., Temperatur nicht mehr übermittelt: Erneut starke Krümmung durch Weitwinkelobjektiv

Sowohl Höhe als auch Temperatur nicht mehr übermittelt: Bergpanorama mit Flugzeug

Blick zur Seite und nach unten auf dem selben Bild

Die Meteosonde (oben links), welche eigentlich genau über der Box sein sollte

Der Speer im Vordergrund und die Churfirsten im Hintergrund

Die Meteosonde (unten rechts), aufgenommen von der Kamera, welche eigentlich nach unten fotografieren sollte

Letztes Bild vor der Landung, aufgenommen von der Kamera, welche eigentlich zur Seite fotografieren sollte

Im Baum. Gut sichtbar die Schnur zwischen Fallschirm und Box respektive Sonde

Im Baum. Oben ist die Meteosonde zu sehen

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Die Stratosphäre

Nach einer Stunde Steigflug und etwa 13 Kilometern Höhenunterschied erreichte der Ballon bereits die Stratosphäre. Sie ist die höchste Atmosphärenschicht, welche während dem Flug erreicht wurde und reicht bis in etwa 50 Kilometer Höhe, wo die Mesosphäre beginnt.

15734.8 m ü. M., -60.00°C: Der Zürich-, Zuger-, Vierwaldstätter-, Sihl-, Ägeri-, Lauerzer-, Greifen-, Pfäffiker-, Sarner- sowie Brienzersee

17680.6 m ü. M., -58.46°C: Reiseflughöhe einer Concorde, Blick in Richtung Graubünden

19808.9 m ü. M., -55.94°C: Blick in Richtung Bodensee und Bayern

22515.6 m ü. M., -53.37°C: Mitten in der Ozonschicht, unten links der Kondensstreifen eines Flugzeuges

29865.1 m ü. M., -43.12°C: Aussicht nach Norden, gut sichtbar der Schwarzwald in der Mitte

30021.4 m ü. M., -43.17°C: Die Schweiz aus der Satellitenperspektive

30071.9 m ü. M., -43.18°C: Höchstes aufgenommenes Foto, gut sichtbar der Verlauf der Alpen

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Die Troposphäre

Weiter ging die Reise des Ballons durch die Troposphäre. Dies ist die Schicht, in welcher sich das Wetter abspielt. Sie reicht vom Boden bis in eine Höhe von etwa 15 Kilometer, wo die Tropopause beginnt.

3254.8 m ü. M., 6.51 °C: Blick über den Zürichsee in Richtung Alpen, Wolkenfeld westlich des Albis

4631.7 m ü. M., -0.90°C: Greifensee (links), Pfannenstiel (mitte) und Zürich (rechts)

6890.2 m ü. M., -16.95°C: Blick in Richtung Vierwaldstättersee

9231.4 m ü. M., -35.50°C: Sicht in Richtung Thurgau und Deutschland

12415.7 m ü. M., -60.87°C: Flughöhe von Passagierflugzeugen

13191.8 m ü. M., -66.06°C: Der Zürichsee in seiner vollen Grösse

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Der Start

Nun kommen die versprochenen weiteren Bilder. Doch bevor der Ballon die Höhe von 30 Kilometer erreichte, hatte er eine lange Reise vor sich. Hier kommen nun also die Bilder vom Start.

517.0 m ü. M., 18.14°C: Aussicht über Zürich vom Dach der ETH

530.2 m ü. M., 17.26°C: Das Dach der ETH mit der Box im Bild

556.5 m ü. M., 17.06°C: Der Startplatz auf dem Dach der ETH

640.9 m ü. M., 16.28°C: Zürich mit dem Zürichsee

1078.2 m ü. M., 12.28°C: Die Box mit dem ETH-Hauptgebäude

1377.5 m ü. M., 12.45°C: Zürich aus der Vogelperspektive

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Danke!

Nun melde ich mich persönlich mal wieder. Vergangenes Wochenende übernahm mein Vater den Blog (alles was grün ist, schrieb er), sodass ich mich voll und ganz dem Flug widmen konnte.

Dieser ist nun vorbei und ich muss sagen: Ohne die ausgezeichnete und grosszügige Unterstützung meiner Sponsoren hätte ich dies nicht geschafft.

  • Das Institut für Atmosphäre und Klimatologie der ETH Zürich unterstützte mich mit grossem Fachwissen im Bereich der Radiosondierung sowie dem Ballon und der Meteosonde. Die Beteiligten nahmen sich viel Zeit für mich und halfen mir bei der Durchführung des Fluges.
  • Die Firma intercycle stellte mir als offizielle Schweizer GoPro-Vertretung eine GoPro HD HERO2 zur Verfügung, welche die hervorragenden Aufnahmen zur Seite (wie z. B. das bereits veröffentlichte Bild) schoss.
  • Carbagas sponserte das für den Flug essenzielle Helium, welches auch einen beträchtlichen Kostenfaktor ausgemacht hätte.
  • Das Schweizer Unternehmen LOSTnFOUND stellte mir den GPS-Tracker CALVUS für 6 Monate zur Verfügung statt der üblichen Testfrist von 1 Monat. Ohne diesen Tracker hätte ich die Box nie wieder gefunden und sie wäre wahrscheinlich auch nie von jemandem entdeckt worden.
  • Brack Electronics unterstützte meine Arbeit mit einer CamOne Infinity, welche während des Fluges atemberaubende Bilder nach unten aufnahm. Hiervon werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einige veröffentlichen.
  • CEWE FOTOBUCH stellt mir für meine Präsentation Poster und Fotobücher zur Verfügung, somit wird die Präsentation für die anwesenden Personen noch spannender.
  • Spirig wollte mir einen Thermologger vom Typ CelsiPick zur Verfügung stellen, um die Temperaturen innerhalb und ausserhalb der Box zu messen. Aufgrund der spezialisierten Meteosonde der ETH war ich jedoch nicht darauf angewiesen. Ich habe mich trotzdem sehr über die Unterstützung gefreut.
  • Meteomedia wollte mir ebenfalls einen Thermologger zur Verfügung stellen sowie einen GPS-Tracker, jedoch konnte ich auch hierauf dank der ETH und LOSTnFOUND verzichten. Nichtsdestotrotz habe ich mich auch hier sehr gefreut.
  • Steg Computer & Electronics stellte mir eine 32-GB-SD-Karte zur Verfügung, worauf die Kamera die aufgenommenen Bilder speichern konnte.
  • Roland Locher unterstützte mich, indem er mir Bergungsmaterial sowie eine Last-Minute-Kamera, welche an der Aussenseite der Meteosonde befestigt wurde, zur Verfügung stellte.

Der Flug ist jetzt zwar vorbei, nicht so jedoch meine Maturaarbeit. In nächster Zeit werde ich mich mit dem Auswerten der Daten und dem anschliessenden Schreiben der Arbeit befassen. Dieses Projekt wird Ende Februar nach der Präsentation zu Ende sein.

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30’071 Meter über der Schweiz

Nun veröffentliche ich ein erstes während des Fluges aufgenommenes Bild. Dieses Bild entstand in einer Höhe von über 30 Kilometern über dem Meeresspiegel. Zu sehen sind nebst dem nahen Zürichsee (unten rechts) und dem Vierwaldstättersee (eher unten rechts) auch der Genfersee (hinten rechts) und das Matterhorn (etwa in der Mitte).

Erstes veröffentlichtes Foto, aufgenommen in einer Höhe von über 30 Kilometern!

Weitere Bilder werden später folgen.

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